Meine Reise neigt sich dem Ende zu und wir haben entschieden, die letzten Tage an der Westküste von Java zu verbringen. In den Westen der Insel verirren sich nur wenig Reisende, obwohl es einiges zu entdecken gibt, wie z.B. den berüchtigten Vulkan Gunung Krakatau. Von Borneo sind wir mit dem Flugzeug nach Jakarta geflogen und direkt wieder eingetaucht in den chaotischen Tumult der Grossstadt, die zu schnell wuchs als das sie ihrer Probleme Herr werden konnte.

Wir entschieden uns, gar nicht erst in das Stadtzentrum zu fahren, da dies aufgrund des Verkehrschaos schon eine Tagesreise für sich wäre. Stattdessen fuhren wir vom Flughafen direkt zum westlichen Busterminal, um der Megalopolis schnellstmöglich wieder zu entfliehen. Vor acht Wochen sass ich hier bereits mit Ivo im Bus eines lebensmüden Fahrers und das scheint eine javanesische Eigenheit zu sein, denn kaum sassen wir in einem Taxi, raste dieser los und quitschte mit 120km/h statt den erlaubten 40km/h über die Flughafenzufahrt. In dem lärmigen, geschäftigen Busterminal fanden wir wie durch ein Wunder den richtigen Bus und konnten einen erstaunlich vernünftigen Preis aushandeln.

Read More

Im Regenwald von Borneo haben wir eindrückliche Begegnungen mit der Tierwelt erlebt. Allem voran natürlich die Sichtung der Orang Utans. Noch nie war ich einem Menschenaffen so nah! Nachdem wir in Pangkalan Bun, im Südwesten von Kalimantan gelandet sind, wurden wir direkt am Provinz-Mini-Flughafen abgeholt und fuhren zum Hafen von Kumai, wo ein Klotok-Boot auf uns wartete. Klotoks sind kleine Hausboote die vier bis sechs Gästen und einer Crew Platz bieten.

Uns blieb nur wenig Zeit, einige Kleinigkeiten einzukaufen, denn schon bald legten wir ab. Wir waren nur vier Gäste an Bord, Ein in Spanien lebender Franzose, seine Partnerin aus Jakarta und wir zwei. Begleitet wurden wir vom Bootscaptain, einem Guide (ich weiss seinen Namen nicht, aber lass uns ihn fortan Joe nennen, so heissen hier alle), einem weiteren Matrosen und einer Köchin.

Read More

Nach ausgiebiger Erholung auf den Gili Islands war es Zeit das letzte Kapitel meiner Reise aufzuschlagen und in die Tiefen des Regenwaldes von Borneo vorzudringen. Dort sollen wir die Chance haben, die letzen frei lebenden Orang Utans zu sichten und auf fremdartige Kulturen zu stossen. Noch war es aber nicht so weit, denn wir waren noch in einem ganz anderen Teil des Inselreiches. Die Reise nach Kalimantan, so heisst der indonesische Teil von Borneo, gestaltete sich trotz langer Recherche als aufwändig und kostspielig.

Abermals mussten wir einen Zwischenstopp in Kuta (Bali) einlegen, um am nächsten Tag weiterzufliegen. Im Kubu Hotel bin ich mittlerweilen ein bekannter Stammgast, schliesslich bin ich ja schon das dritte Mal da innert einem Monat! Am nächsten Tag führte unsere Flugroute zuerst über Surabaya und schliesslich nach Banjarmasin im Südosten von Kalimantan. Neue Insel – Neue Welt. Kaum fünfhundert Kilometer weit weg von Bali und doch ist hier vieles grundverschieden. Die Touristen sind reichlich dünner gestreut und wir sind nur selten auf eine andere Langnase gestossen.

Read More

Nachdem wir unsere Sachen an der Ostküste gepackt hatten, sagten wir Lebewohl zum paradiesischen Strand und zogen direkt mit dem Schnellboot weiter auf die kleine Insel Gili Trawangan. Doch es war wie vom Regen in die Traufe, oder besser gesagt: von der Apfeltorte zum Schokokuchen! Die drei Gili Inseln, die vor der Küste Lomboks liegen, sehen aus wie aus dem Ferienprospekt herauskopiert! Perlweisse Sandstrände, türkisblaues, kristallklares Wasser und lauter kleine Boote, die sich vor der Küste tummeln.

Die Infrastruktur der drei Inseln hat sich den Vorlieben der Besucher nach hierarchisch gegliedert: Auf Gili Trawangan ist die Hölle los, auf Gili Air findet man eine angenehme Mischung aus Barbetrieb und Idylle und auf Gili Meno fühlt man sich wie ein Schiffsbrüchiger auf einer einsamen Tropeninsel oder wie Tom Hanks im Film Cast Away.

Read More

Kaum bin ich in Flores angekommen, musste ich auch schon wieder zurück nach Bali fliegen. Da traf ich auf Duro und wir haben unterdessen einiges erlebt, sowohl unter, als auch über dem Meeresspiegel. Doch zuerst sorgte ich mich um mein Leben, stand mir doch eine Flugreise bevor, die mir nach all den schlechten Nachrichten wenig behagte.

Auf dem Rücksitz eines Töffs holperte ich über den Kiesweg zu einem kleinen Schuppen, der entfernt an einen Flughafen erinnerte. Optional schleuste ich mein Gepäck durch die Sicherheitskontrolle, ich hätte auch einfach die Tür nebenan benutzen können. Nach manuellem Einchecken konnte ich zu Fuss zu der rostigen Maschine laufen, die mich hoffentlich sicher zurück in den Westen trägt. Dass die Airline in Europa auf der Blacklist steht, versuchte ich aus meinem Gedächtnis zu streichen.

Read More

Wie gut es sich anfühlt, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben! Ich war vier Tage auf hoher See, mit dem Schiff unterwegs in den Archipeln rund um Nusa Tenggara. Nach dem ich mich einen Tag von den Strapazen am Mount Rinjani erholt habe, ging es auch schon wieder weiter. Ich habe eine viertägige Reise mit dem Schiff gebucht, welches mich von Lombok weiter ostwärts führen soll, vorbei an allerlei kleinen Inseln, auf der Suche nach den legendären Komodo Dragon.

Read More